CERAMIN
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CERAMIN - Energy saving concepts for the European ceramic industry

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Ergebnisse

1 Ziele des Projektes

Das CERAMIN Projekt wurde ins Leben gerufen, um die europäische Keramikindustrie bei der Verringerung ihres spezifischen Energieverbrauches (SEC) mittels eines Wettbewerbes zu unterstützen und um mit einer "Anleitung zum Energie sparen" denjenigen, die nicht gewonnen haben, zu helfen. Die keramische Industrie wurde in Subbranchen untergliedert, möglichst genauso wie im BREF für die Keramikindustrie. Der Schwerpunkt lag dabei auf Artikeln der Massenproduktion mit einem hohen Energieeinsatz.

2 Ablauf des Projektes

Der Ablauf des Wettbewerbes ähnelte einem Ringversuch (Qualitätssicherung), der durchgeführt wird um z. B. Labore zu bewerten: Hersteller keramischer Produkte aus 6 europäischen Ländern wurden aufgefordert ihren nationalen Partnern die Daten des Energieverbrauches mitzuteilen. Diese Partner übermittelten die Daten anonym der Kl Keramik-Institut GmbH. Die Kl berechnete aus diesen Daten die Energieverbräuche sowie Energieminderungsdaten im Vergleich zweier Produktionsjahre.

Für die Vergabe des EEE-Label wurden folgende Regeln angewandt:

    1. Die Auszeichnung für den absolut niedrigsten Energieverbrauch in einer Branche der keramischen Industrie wird vergeben, wenn sich mindestens 6 Unternehmen aus mindestens 2 europäischen Ländern innerhalb dieser Branche bewerben. Das Unternehmen mit dem geringsten spezifischen Energieverbrauch pro Branche (nur eines!) kann ausgezeichnet werden.
    2. Die Auszeichnung für die Erhöhung der Energieeffizienz für eine Branche wird vergeben, wenn sich mindestens 6 Unternehmen aus mindesten 2 europäischen Ländern innerhalb der Branche bewerben. Das beste Viertel (25 %) der teilnehmenden Unternehmen mit der größten Energieminderung im Vergleich zweier Jahre kann ausgezeichnet werden.

3 Ergebnisse des Wettbewerbes

Entsprechend den Regeln wurden die keramikproduzierenden Unternehmen aus den 6 Partnerländern eingeladen ihre Energieverbrauchsdaten den betreffenden Partnern zur Verfügung zu stellen. Es wurden alle Branchen abgedeckt. Die höchsten Teilnehmerzahlen waren im Bereich der Pflasterziegel und Verblender sowie in der Hintermauerziegelindustrie zu verzeichnen, gefolgt von der Feuerfestbranche und der Geschirrkeramik. Leider wurden keine Daten aus Italien und nur wenige aus Spanien und Frankreich gemeldet.

  • Insgesamt 9 Unternehmen erhielten im Jahre 2009 einen Preis
  • Polnische und englische Partner erhielten die "TripleE- Label"-Auszeichnung 2009
  • In 4 Branchen wurden Industriepartner ausgezeichnet
  • 3 Auszeichnungen wurden basierend auf Werten des absoluten Energieverbrauchs vergeben
  • 6 Auszeichnungen wurden für die Steigerung der Energieeffizienz vergeben

4 Anleitung zum Energiesparen

Ein weiteres wichtiges Ergebnis des CERAMIN-Projektes ist die "Anleitung zum Energiesparen". Die dort gesammelten Empfehlungen oder Tatsachen beruhen auf Bemerkungen der Gewinnerfirmen, auf allgemeinen Erfahrungen und auf einer großen Anzahl von Literaturhinweisen, die in einer Referenzliste am Ende dieser Anleitung gelistet sind. Alle Inhalte der Anleitung zum Energiesparen wurden von den sogenannten Expert-Partnern gesammelt und ausgewählt. Die Anleitung zur Energieeinsparung ist in Kapitel unterteilt, die die alle Bereiche der keramischen Industrie abdecken (außer Feuerfestkeramik und technische Keramik). Jedes Kapitel ist in die technologischen Schritte der betrachteten Branche unterteilt. Die Anleitung zum Energiesparen ist als pdf-Datei in 6 verschiedenen europäischen Sprachen unter www.ceramin.eu/Ceramin/downloads.htm verfügbar.

5 Ausblick

Der Wettbewerb wird von 2010 bis 2015 fortgesetzt. Die Regeln des Wettbewerbs sind unverändert. Neue Auszeichnungen können dann vergeben werden, wenn bis zum 30.10. des jeweiligen Jahres neue Daten von mindestens drei Industriepartnern innerhalb einer Keramikbranche gesammelt werden. Die Berechnung von neuen Energiedaten und die Aktualisierung der Reihenfolge zum Energieverbrauch oder zur Energieminderung ist kostenlos. Unternehmen, die die Kriterien einer Auszeichnung erfüllen, müssen wenn sie die Auszeichnung tatsächlich erhalten wollen eine Gebühr für die entstehenden Aufwendungen entrichten.